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12. November 2017, 17:00 Uhr, Hl.-Geist-Kirche, München

Chor- und Orchesterkonzert

Franz Lachner
Requiem
für zwei Soprane, Alt, zwei Tenöre, Bass, vierstimmigen Chor und Orchester

Lachners Mozart-Hommage, entstanden zu Mozarts 100. Todestag

Mendelssohn Violinkonzert

Mozart: Lacrymosa

 

Leitung: Stefan Moser

Mitwirkende:

Solo-Violine: Angelika Lichtenstern

Münchner Bach-Solisten

Chor von Hl. Geist und Chormäleon

 

Franz Lachner (1803 – 1890) ist musikalisch als Kapellmeister am Wiener Kartnertortheater und in München als Hofkapellmeister und später als Generalmusikdirektor der Müchner Oper (ein Posten, der extra für ihn eingerichtet wurde) in Erinnerung geblieben. Er konnte sich nicht mit Richard Wagners Musik anfreunden und ließ sich deshalb in den vorläufigen Ruhestand versetzen, der trotz gegenteiliger Wünsche der königlichen Familie und der Münchner Bürger letztlich ein endgültiger wurde.

Darüber wird oft vergessen, dass er auch ein überaus fleißiger und erfolgreicher Komponist war. Aus seiner Feder stammten acht Sinfonien, einige Opern, Lieder, zahlreiche Kammermusikkompositionen und (als Opus 146 von 1856) sein Requiem, das er als Hommage an Mozart zu dessen 100. Todestag komponierte. In seinem Requiem verwendete Lachner durchaus absichtlich Anklänge an Mozarts Requiem, arbeitete aber insbesondere die von Süßmayr eingefügten Teile so um, wie er sie sich „mozartischer“ vorstellte. Eigenwillig sind zum Beispiel sein „Lacrymosa“ in dem eine Solo-Viola dem Chor entgegengesetzt wird, die prägnanten Fugensätze oder das anfangs wie getrieben wirkende „Agnus Dei“, das durch Dissonanzen hindurch in eine warme Stille übergeht.

Nach der von Lachner selbst dirigierten Uraufführung gab es im deutschen Raum zunächst viele Aufführungen, ehe das Werk in einen Dornröschenschlaf fiel, aus dem es 1990 geweckt wurde. Seither erfreut es sich dank diverser Neuaufführungen wachsender Bekannt- und Beliebtheit. Es ist zweifelsohne das bedeutendste Requiem, das je ein Münchner Komponist geschrieben hat, und das daher gerade in München fester Bestandteil des kirchenmusikalischen Repertoires sein sollte.

Karten über MünchenTicket, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und an der Abendkasse

   

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